Wümme-Zeitung vom 13.12.2011
Von Undine Zeidler
LILIENTHAL. Mutter und Sohn lehnen
die Köpfe aneinander. Der Vater legt den Arm um beide. Versunken geben sie sich
dem Lied "The Christmas Star" hin. Der Weihnachtsstern und die
magische Nacht von Bethlehem werden viel besungen an diesem Nachmittag, denn
die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen der Perilis-Chöre haben zum
Weihnachtskonzert in die Klosterkirche geladen. Und die Wangen des Jungen
zwischen den Eltern glühen noch von der eigenen Aufregung. "Perilis
Kinder" steht auf seinem T-Shirts.
In der Kirche
schienen schon weit vor dem Konzert alle Plätze belegt. Doch noch mehr Menschen
standen vor der Kasse, wollten sich mit den Perilis-Sängern unter Leitung von
Peter Riedel auf Weihnachten einstimmen. Helfer trugen noch Stühle heran, damit
letztlich alle teilhaben konnten an dem Konzert "zum Zuhören und
Mitsingen".
Eine Mischung
aus heiter leichten, hochfeierlichen und traditionellen Liedern hatten die
Chöre dafür einstudiert. Kindliche Vorfreude und Ungeduld verpackte der
Kinderchor in Lieder wie "SOS Weihnachtsstress" oder den
"Weihnachtswünsche-Rap". Auch den Adventskranz, der die Kirche
schmückte, besangen die Kinder, mit "Adventskranzkerzenglanz". In
ihrer Moderation scherzte Anja Kwijas anschließend über diesen
Zungenbrecher-Liedtitel.
Dass Weihnachten
mehr als Konsum ist, zeigten die Kinder nicht nur mit ihrer Musik. Zwischen den
Liedern trugen sie Gedichte vor, etwa das über die vier Kerzen des
Adventskranzes: "Frieden, Glaube, Liebe". Die verlöschen traurig,
weil sie nicht mehr gebraucht werden. Doch die vierte Kerze namens Hoffnung
gibt ihnen das Leuchten zurück.
An ein solch
tiefes Weihnachtsgefühl knüpfte der Jugendchor an. Die jungen Frauen und Männer
hatten sich für eine durchweg englischsprachige Liedauswahl entschieden, womit
sie aber zeigten: Nicht jedes Wort muss verstanden werden, damit ein Lied das
Herz berühren kann. Die Gesichter der jungen Leute erzählten dabei von der Lust
am Singen, der Applaus des Publikums kündete von der Freude am Zuhören und Anna
Lena Schlicht wurde für ihr Solo bei dem Musical-Song "Have yourself a merry
little Christmas" bejubelt.
Doch bevor es
soweit war, verwandelte sich die Kirche in einen einzigen großen Chor. Riedel
teilte die Zuschauer in Gruppen ein und dirigierte sie durch den
"Weihnachtskanon", unterstützt von Kinder- und Jugendchor. Noch
einmal durfte das Publikum später singen, beim Wechsel von den Jugendlichen zu
den Erwachsenen.
Traditionelle Weisen wie "Es ist für uns eine Zeit angekommen" präsentierte im dritten Konzertteil der Perilis-Erwachsenenchor. Dass Weihnachten durchaus auch seine heitere Seite hat, ließen die Frauen und Männer hören mit "Feliz Navidad" von Jose Feiliciano, und am Ende stand fest: Um zwei wohlklingende Stunden verkürzten die drei Perilis-Chöre an diesem Abend ihrem Publikum die Wartezeit auf Weihnachten.
*
Wümme-Zeitung 22.09.2011
Überzeugender Chorauftritt im Netz
Von Undine Zeidler
LILIENTHAL. Vera Michelet aus
Wilstedt singt gerne. "Fröhlich und lebensbejahend" sollen die Lieder
sein und "anspruchsvoll". Da genügte ihr der bisherige gemischte Chor
nicht mehr. Sie tippte "Chor" in die Suchmaschine im Internet ein und
fand die Seite www.perilis.de. Dort hörte sie sich Musikbeispiele an und
dachte: "Das ist es." Seit Anfang März fährt sie einmal pro Woche 20
Kilometer zur Probe des Perilis Erwachsenenchors nach Lilienthal. Am Sonntag,
25. September, wird sie mit ihm zum ersten Mal auf der Bühne stehen, für
"Das kleine feine Konzert" im Lilienthaler Gymnasium.
Seit Oktober 2007 präsentieren sich die
vier Perilis-Gruppen Erwachsene, Country, Jugend und Kinder mit und auf ihrer
Homepage - der Internetseite, die über die Geschichte der Chöre unter Leitung
von Peter Riedel informiert, über deren musikalische Ausrichtungen und aktuelle
Projekte, über die Probentermine der rund 100 aktiven Perilis-Sänger und deren
bevorstehende Konzerte. Verantwortlich dafür zeichnen Dieter Siekmann für den
Inhalt und Lutz Richter als Web-Master für die technische Seite. Richter sagt:
"Es ist eine Gemeinschaftsarbeit zwischen uns beiden, in Absprache mit
Peter Riedel und den Gruppen." Fünf Stunden pro Woche wenden die beiden
Männer etwa für die Internetpräsenz auf, und jeder weiß, wann der andere
verreist ist und wohin. Die Informationen im Netz sollen aktuell sein. Dafür
klappen sie auch im Urlaub das Laptop auf.
Siekmann gab nach seinen Worten den
Anstoß zu der Internetpräsenz, die Vera Michelet nach Lilienthal führte.
"Wir hatten ja eine, aber eine ganz einfache", erinnert er an die
alte Seite. Wir brauchen eine neue Homepage", hieß es im Jahr 2006 im
Chor, und auch der Waschbrett- und Mundharmonikaspieler der Perilis-Countrys
sprach es aus. Siekmann grinst. "Schon hatte ich den schwarzen
Peter." Dass eine Homepage mit 36 Seiten derart aufwändig ist, ahnte er da
noch nicht.
Ab Juni 2006 wühlte er sich 14 Monate
lang durch die Arbeit, ungezählte Telefonate und mehr als 120 E-Mails.
"Keiner weiß, wie viel Arbeit das ist", sagt er heute und erklärt es
am Beispiel einer Spalte auf der ersten Seite. Da muss er den Text so
schreiben, dass dieser in die Spalte passt und trotzdem seinen Sinn behält. Die
Schriftart setzt Grenzen, wirft Lutz Richter ein. Es gibt nur vier oder fünf
Schriften, die tatsächlich alle Computer erkennen. Seit Juni 2007 betreut das
passive Perilis-Mitglied Richter als Web-Master die Home-Page des Vereins,
sorgt dafür, dass das, was Siekmann vorbereitet hat, auch wirklich auf jedem
Computerbildschirm erscheint.
Internetseite dient der Werbung
Drei Chöre und eine Country-Gruppe leitet
der Gründer und Namensgeber Peter Riedel unter dem Perilis-Dach. Das macht vier
Spalten auf der ersten Seite. "Die müssen von vornherein erkannt
werden", betont Siekmann. Jede Gruppe hat dafür ein eigenes Logo. Klickt
der Internetbesucher darauf, erfährt er mehr über sie.
Rückmeldungen, ob und wie viele neue
Mitglieder durch das Internet zu den Perilis gefunden haben, bekommen sie
nicht, sagt Lutz Richter. Wie oft ihre Seite aufgerufen wird, zählt er nicht.
Er schmunzelt. "Ich könnte es machen, aber die meisten, die hineingehen,
sind wir." Trotzdem ist Siekmann überzeugt: "Es ist ein gutes
Werkzeug zur Werbung." Als ihn beispielsweise jemand anrief und einen
Chorauftritt anfragte, konnte er auf die Home-Page verweisen. Und Richter
vermutet, dass die Internetseite für den Kinderchor eine größere Bedeutung hat
als für den Erwachsenenchor. Das bestätigt Chorleiter Riedel. 1978 hatte er den
Kinderchor gegründet. Inzwischen hört er öfter von Neuzuzüglern, dass sie den
Kinderchor im Internet gefunden haben und dafür auch aus Bremen-Vahr nach
Lilienthal kommen.
Einige Jahre nach den Kindern wollten
auch deren Eltern singen. 1987 entstand der Perilis Erwachsenenchor. Dessen
Mitglieder stammten anfangs aus Lilienthal und den Nachbargemeinden. Heute
wohnen die etwa 40 aktiven Choristen auch in Hambergen und Heudorf, in
Ritterhude oder Bremen-Neustadt, und die erste Vorsitzende des Vereins, Christine
Söhner, fährt seit 19 Jahren von Bremen-Gröpelingen zum Singen nach Lilienthal.
Müde wird sie auf der halbstündigen Autofahrt nicht. Sie schwärmt: "Die
Leute nehmen einen so nett auf, und der Chorleiter hat so ein gewisses
Charisma." Auch bei Söhner riefen schon Interessierte an, die den Chor per
Internet entdeckt hatten - leider kaum Männer, und Söhner wirbt daher wie
Riedel auch: "Wir suchen Männer!"
"Es war sehr hilfreich, dass die
Musikstücke eingestellt waren", sagt Vera Michelet heute. Das half ihr bei
der Entscheidung für den Perilis Erwachsenenchor. Weiterentwickelt hat sie sich
in den vergangenen Monaten in Lilienthal durch Stimmbildung und Bewegung. Dass
sie beim Konzert im Gymnasium erstmals ohne Noten und Texte in der Hand
auftritt, ist für Michelet neu. Wie dynamisch solch ein Perilis-Leben ist,
zeigen am kommenden Sonntag nicht nur Pop-, Gospel- und Classic-Songs sondern
zwei weitere Programmpunkte: Aus den Lockerungsübungen vor den Proben
entstanden aufführungsreife Bodypercussions - Musizieren mit dem Körper als
Schlaginstrument - und Vocussion, also Imitation von Instrumenten mit der
Stimme.
"Das kleine feine Konzert" mit
dem Perilis Erwachsenenchor am Sonntag, 25. September, beginnt um 17 Uhr im
Gymnasium Lilienthal (Forum). Leitung Peter Riedel, Moderation Anja Kwijas,
Piano Bernhard Scholz. Eintritt sechs Euro. Fünf Euro kosten Karten im
Vorverkauf in der Buchhandlung Buchstäblich, im Haltermann-Center und im
Papiershop Ulrich.
*
Wümme – Zeitung vom 07.06.2010
Perilis singen vor tosender See
LILIENTHAL. Wogendes gelb auf den Rapsfeldern und die Fahrt auf fünf Seen,
spontane Auftritte in Plön und für ein Brautpaar vor dem Eutiner Rathaus –
der Erwachsenenchor der Perilis war mit fast 40 Sängern auf Reisen. Höhepunkt
der Fahrt in die Holsteinische Schweiz und nach Sylt war gemäß Pressetext
ein Konzert in der Kurmuschel in Westerland.
Vor tosender Nordsee und einem Publikum, das sich ob des kalten Mais in
Wolldecken hüllte, boten die Lilienthaler Sänger plattdeutsche Lieder, deutsche Evergreens, afrikanische und poppige Stücke dar.
Die Zuhörer applaudierten begeistert, und den Chormitgliedern wird das aufgewühlte
Meer noch lange in Erinnerung bleiben, schreibt Hannelore Levermann von den Perilis.
Müde und heiser, aber glücklich, so sei der Chor anschließend wieder in Lilienthal
angekommen.
Einige Bilder unter
Fotogalerie Erwachsenenchor.
Viel wertvoller als alles Gold
Kinderchor
Perilis zu Recht ausgezeichnet für „Aqua und Miamoja“
Von Eva Kairis
RITTERHUDE. Wasserhahn aufdrehen und es kommt Wasser, Toilette benutzen und einfach
mit Wasser alles verschwinden lassen, aus der schmutzigen Lieblingsjeans wird
allein durch Wasser wieder eine saubere Lieblingsjeans – dieser Zustand, den
wir kennen und nicht weiter drüber nachdenken, der herrschte auch in Meindorf,
einem Dorf nicht weit von hier. „Jeder dachte, es würde immer so weiter gehen“,
sang die kunterbunt gekleidete und fantasievoll glitzernd geschminkte
Erzählerin des
Perilis-Kinderchors, die jüngst im Ritterhuder
Veranstaltungszentrum ihr von der UNESCO ausgezeichnetes Musical „Aqua und
Miamoja – Die Brunnen sind leer“ aufführten.
Doch dunkle Wolken seien aufgezogen, sang das
Mädchen mit glasklarer Stimme weiter. Goldgräber seien ins Dorf gekommen und
hätten furchtbar viel Wasser verbraucht. „Wir graben nach Gold, egal ob ihr das
wollt“, sangen viele kleine und große Goldgräber, mit Schippen und Hacken über
der Schulter und sogar mit kleinen Gold- und Geldsäcken dabei. „Wer das Gold
hat, hat die Macht!“, freuten sie sich.
Weder Macht noch Wasser blieb den Meindorfern.
Zwei von ihnen, Aqua und Miamoja, zogen dann davon, um in den Nachbardörfern um
Wasser zu bitten. „Vielleicht können wir ja eine Leitung legen von eurem Dorf
in unser Dorf“, schlugen sie in Knappdorf vor. Doch die Nachbarn schüttelten
den Kopf: „Ein Eimer pro Haus pro Tag – dann ist Ende im Gelände, aus die
Maus.“ Allein viele Glückwünsche hatten sie für die Wassersucher aus Meindorf.
Mit wallenden Gewändern, bunten Lichtern,
rockiger Musik in Manier der Sesamstraße zu ihren alten und besseren Zeiten
hielten die Lilienthaler Akteure selbst die kleinsten Zuschauer bei der
Geschichte, die vielleicht die Allerkleinsten nicht begriffen, aber das machte
denen nichts aus. Mitklatschen und Akteure, die durchs Publikum gingen, boten
auch ihnen genug Abwechslung, dass sie gar nicht merkten, wie die Zeit verging.
Auf der Bühne war ständig was los, ruhige Szenen waren mit auch für Kinder
wunderschöner Musik hinterlegt, die größtenteils live gespielt wurde. Sehr
schlagzeuglastige Stücke wurden vom Band eingespielt, da der Schlagzeuger
kurzfristig erkrankte und auf seine tragende Mitwirkung verzichtet werden
musste. Eine Herausforderung auch für die jungen Darsteller! Denn der Einsatz
ließ sich manchmal viel leichter am vorgegebenen Rhythmus erkennen. Ganz
hervorragend lösten das die Kinder auf der Bühne, die damit große
Professionalität an den Tag legten.
Die Kriegdorfer verteidigten ihre Brunnen
mittlerweile mit Schwertern. „Wasser ist viel, viel wertvoller als Gold“, das
wusste der mit dem Schwert mittlerweile, der Aqua und Miamoja den Tipp gab,
schnell abzuhauen, bevor sie einen auf die Nase bekämen. In Stinkdorf war schon
fast alles zu spät, die Fische waren so tot wie der Fluss, der mit Abfall
zugeschmissen wurde, doch neue Gesetze sollten helfen, die die bestrafen, die
noch Dreck und Gift in den Fluss leiteten. In Quatschdorf wurde viel über die
Wasserknappheit geredet, doch man konnte sich nicht zu irgendwas durchringen.
„...und dem Wasser läuft die Zeit davon!“
In
Traumdorf wurde geteilt, aufeinander Rücksicht genommen, mitgedacht. Der
achtsame, sorgsame und behutsame Umgang besonders mit dem Wasser machte die
Traumdorfer zu reichen Leuten, denn sie hatten frisches sauberes Trinkwasser.
Dieses Dorfmodell wollten Aqua und Miamoja mit nach Hause bringen und fanden
sogar eine Wasserquelle in den Bergen bei ihrem Dorf. Gehen die Menschen in
Meindorf damit dann schlauer um? Im letzten Jahr wurde dieses Musical mit der
hervorragenden groovigen Musik von Chorleiter Peter Riedel und unter der
quicklebendigen Regie von Alexander Hauer, der die Kinder zu Bestleistungen
bringen konnte, und mit den knappen und damit kindertauglichen Texten von
Hans-Jürgen Netz zum Siegerprojekt der Deutschen UNESCO-Kommission. Nur 1.082
Projekte von 50.000 Bewerbern wurden bedacht. Jetzt hatte die Jury nach der
Vorauswahl die 29 besten Projekte aus den knapp über 1000 ausgesucht – einer
dieser Preisträger ist der Perilis-Kinderchor. Berechtigt!
*
Premiere des Perilis-Musicals „Aqua & Miamoja“ im Gymnasium/Szenenapplaus und stehende Ovationen.
Von Hans-Joachim Brandt
LILIENTHAL. 'Sei ein Futurist - Unsere Welt. Eure Welt. Deine Zukunft.' Unter diesem Leitwort hatte die Deutsche UNESCO-Kommission einen Wettbewerb ausgeschrieben. 2500 Projekte aus ganz Deutschland wurden eingereicht, Projekte der Literatur, Kunst, Musik und Ökologie. Der Lilienthaler Perilis-Kinderchor unter seinem Leiter Peter Riedel hat sich an diesem Wettbewerb mit dem Musical 'Aqua & Miamoja' beteiligt. Immerhin 1082 Teilnehmer wurden mit einem Preis in Höhe von 1000 Euro belohnt. 29 Projekte wurden besonders ausgewählt und ausgezeichnet. Die Perilis waren darunter.
Aqua und Miamoja kommen bei ihrer Suche nach Wasser auch ins Kriegsdorf. Dort ist der Konflikt um das knappe Lebensmittel bereits voll entbrannt, denn dort werden die Auseinandersetzungen bereits mit Waffen ausgetragen.
Nun hatte das viel gelobte Musical im ausverkauften Foyer des Lilienthaler Gymnasiums Premiere. Die Erwartungen der Zuhörer waren groß. Und sie wurden nicht nur überrascht, sie waren begeistert von der Musik, dem Bühnenbild, den farbenfrohen Kostümen und den jungen Sängern und Schauspielern.
'Aqua & Miamoja - Die Brunnen sind leer' ist eine kindgerechte Geschichte über Probleme der Wasserknappheit in den Ländern der Dritten Welt. Der Text stammt von dem Sozialpädagogen Hans-Jürgen Netz aus Oelde/Westfalen, der sich besonders im kirchlich-ökumenischen Bereich einen Namen gemacht hat. Peter Riedel schrieb die Musik dazu: Instrumentalstücke, Gesangsolos und immerhin 17 Chorsätze. Das Instrumental-Ensemble bestand aus Bernhard Scholz (Piano und Keyboard), Thorben Loddigs (Bass), Tim Lorenz (Schlagzeug), Erik Rossol (Gitarre), Bianca Wennemann (Saxophon) und Antje Lütjen und Vanessa Wischhusen (Klarinetten).
Peter Riedel bewährte sich wie immer gekonnt als Dirigent und Chorleiter. Das Bühnenbild hatte Klaus Herbert angefertigt. Für die farbenfrohen Kostüme und die kunstvollen Gestaltungen der Gesichter der Kinder war Tanja Meinecke verantwortlich. Wolfgang Bredow saß am Mischpult und sorgte für den guten Ton, und Jano Leiermann koordinierte die Lichttechnik.
Und erst am Schluss der fast zweistündigen Vorstellung wurde sichtbar, wie viel Erwachsene tatkräftig die gesamte Produktion ermöglicht hatten. Alexander Hauer war Regisseur und Choreograph. Mit seiner langjährigen Erfahrung konnte er die Musik, die Texte, die Darstellung und die Tänze gekonnt koordinieren, so dass ein beeindruckendes Gesamtkunstwerk entstand.
Nach einer kurzen 'Wassermusik'-Ouvertüre erzählte Claudia Link singend von Meindorf, einem kleinen Ort, wo die Welt lange in Ordnung und immer genügend Wasser für die Menschen vorhanden war. Als Goldgräber den Dorfbewohnern buchstäblich das Wasser abgraben und deren Brunnen leer bleiben, melden sich die Dorfkinder Aqua (gespielt von der jungen Vietnamesin Giang Huong Vu) und Miamoja (Katharina Claudius), um in der großen, weiten Welt nach Wasser zu suchen. Sie kommen ins Knappdorf, wo auch schon das Wasser für die Menschen rationiert ist. Nicht weit entfernt davon liegt Kriegsdorf, wo die Menschen mit Gewalt um das Wasser kämpfen. Schließlich gelangen sie nach Stinkdorf, wo die Bäche und Flüsse verunreinigt sind und die Menschen nur mit Nasenklammern herumlaufen. In Quatschdorf konferieren Politiker aus aller Welt schon seit Jahren über die Wasserprobleme der Welt, aber sie kommen nie zu brauchbaren Ergebnissen. Aqua und Miamoja geben ihre Hoffnung fast auf, doch noch gesundes Wasser für ihr Dorf zu finden, als sie nach Traumdorf kommen. Ein altes weißhaariges Ehepaar empfängt sie freundlich. Sie bekommen zu essen und auch frisches, klares Wasser. Und sie erklären den Kindern ihr Dorf. In Traumdorf leben die Menschen solidarisch miteinander, und sie achten auf die Natur und auf ihre Umwelt. Ob dieser Traum sich auch auf Meindorf und die ganze Welt übertragen lässt? Die Kinder machen sich auf den Heimweg. In einem Gebirge ganz in der Nähe ihres Dorfes entdecken sie eine Quelle mit frischem Wasser. Sie kehren glücklich in ihr Dorf zurück. Sie erzählen den Leuten von dem Leben in Traumdorf. Ob es für sie und die Welt nur ein Traum bleibt?
Die Zuschauer waren begeistert von den kleinen Akteuren auf der Bühne. Wiederholt gab es Szenenapplaus und am Ende der Vorstellung Standing Ovations - verdienter Lohn für engagierte Arbeit von und mit Jugendlichen. Die nächsten Aufführungen des Musicals sind am 1., am 11. und am 20. Dezember ebenfalls im Gymnasium.
*
Perilis-Kinderchor steckt mitten in den Vorbereitungen
für das selbst geschriebene Musical "Aqua und Miamoja"
Von Christina Klinghagen
LILIENTHAL. In der Aufführung von Musicals ist der Perilis-Kinderchor geübt.
Daher möchte er sich in diesem Jahr einer besonderen Herausforderung stellen.
Unter der Leitung von Heinz-Peter Riedel wird derzeit im Forum der
Christoph-Tornée-Schule das Musical "Aqua und Miamoja - Die Brunnen sind
leer" einstudiert - ein Stück zum Thema Umwelt, das extra für den
Kinderchor geschrieben wurde. Kurz vor Weihnachten soll das Musical dann
mehrmals zu sehen sein.
Die Regie führt Alexander Hauer aus Bremen, der im Bereich Schauspiel, Tanz und
Choreographie bereits in verschiedenen Produktionen mitgewirkt hat und den
Perilis-Kinderchor schon beim Musical "Der Mann im Mond" begleitete.
Den Text zu "Aqua und Miamoja" lieferte Hans-Jürgen Netz. Die Musik
stammt aus Riedels Feder, der nach Entwicklung der Grundidee binnen kürzester
Zeit 17 Songs sowie reine Instrumentalstücke komponiert hat. Zu hören gibt es
Solo-Passagen, Duettpartien und natürlich auch Chorgesang.
Die Aufführungen sollen später dann von sechs jungen Musikern aus Lilienthal,
Bremen und Grasberg instrumental gestaltet werden. Wieder mit dabei ist Pianist
Bernhard Scholz, der schon oft die Perilis musikalisch verstärkte und auch das
Kindermusical "Der Mann im Mond" begleitete.
Auch hinter der Bühne erhält der Kinderchor hilfreiche Unterstützung von Eltern
und Mitgliedern des Jugend- und Erwachsenenchors. In feste Gruppen unterteilt,
kümmern sich freiwillige Helfer um die Erstellung der Kostüme, übernehmen das
Schminken, bauen das Bühnenbild und kümmern sich um die Licht- und Tontechnik.
27 Kinder im Alter von sieben bis 15 Jahren sind an der Musicalproduktion aktiv
beteiligt. Die ersten Proben in der Christoph-Tornée-Schule waren bereits sehr
erfolgreich. Mit großem Elan und viel Spaß folgten die Mädchen und Jungen den
Anweisungen von Regisseur Hauer und glänzten schon nach kurzer Zeit mit
gekonnten Schauspiel- und Tanzeinlagen. Mit Titeln wie "Jeder Tropfen
Wasser", "Goldgräbersong", "Das stinkt zum Himmel" und
"Dass die Zukunft nicht verdurstet" wollen die jungen
Musicaldarsteller in ihrem Stück durch verschiedene Dörfer führen, in denen es
immer wieder um das Thema Wasser geht. Unter anderem werden den Zuschauern
Einblicke in das Stinkdorf gewährt, in dem es laut Riedels Song "zum
Himmel stinkt". Auf spannende Momente dürfen sich die Besucher auch bei
Begegnungen mit dem Meindorf, Knappdorf, Quatschdorf und Traumdorf freuen.
Bis zu den Aufführungen stehen wöchentliche Proben an. "Das Stück ist
chronologisch aufgebaut. Da die Musik schon vorbereitet ist, kann man es jetzt
aktiv umsetzen. Es ist schön, dass wir dafür so viel Zeit haben. Das schafft
eine solide Basis", sagt Regisseur Hauer, der sich erfreut zeigt über die
vielen tollen Ideen, mit denen sich die Kinder in das Musical einbringen.
"Wasser ist wichtig. Wenn es nicht da wäre, würden die Menschen innerhalb
von ein paar Tagen sterben. Ich finde es gut, dass dieses Problem im Musical
angesprochen wird", bekundet Maximilian Mellenthin. Mitdarstellerin
Claudia Link kann diese Aussage nur unterstützen. "Die Zuschauer sollen
durch das Stück angeregt werden, besser auf die Natur aufzupassen."
Teilnahme an Unesco-Wettbewerb
Mit seinem umweltbewussten Musical hat sich der Perilis- Kinderchor für den
Unesco-Wettbewerb "Sei ein Futurist" beworben. Die jungen Sängerinnen
und Sänger hoffen nun, dass sie mit ihrer Inszenierung zu den 1000 Teilnehmern
gehören, die für den Titel "beste Zukunftsidee" mit jeweils 1000 Euro
belohnt werden.
*
LILIENTHAL (CKL). Einen ganz besonderen Ohrenschmaus präsentierte der
Perilis-Chor bei seinem Konzert in der Martinskirche, das per Liveübertragung
auch im Krankenhaus miterlebt werden durfte. Unter der Leitung von Peter Riedel
brachten die Sängerinnen und Sänger einen Querschnitt aus ihrem Benefizkonzert
in der Bremer Kirchengemeinde Unser Lieben Frauen zu Gehör und ließen hierbei
Gospels, afrikanische Chorlieder, einen Musicalsong sowie ein Madrigal
erklingen.
Neben Pianist Bernhard Scholz begleitete Klarinettist Jürgen Desczka aus
Lilienthal als Gastmusiker den Perilis-Chor. Mit Begeisterung lauschte das
Publikum in der Martinskirche dem Musicalsong "Leben" und ließ sich
von den swingenden Rhythmen des afrikanischen Lieds "Ipharadiso"
mitreißen. Mit ihrem sechsstimmigen "Bana Baraka" aus Kenia, dem
Madrigal "One Minute" und "Neigen sich die Stunden"
rundeten die Perilis ihr kleines "Genesungs-Konzert" ab.
Jahreskonzert des Perilis-Jugendchores im Saal der
Philippusgemeinde
Von unserem Mitarbeiter Hans-Joachim Brandt
LILIENTHAL. Die Verdienste für die musikalische Aufbau- und Jugendarbeit in Lilienthal von Hans-Peter Blume und Peter Riedel sind gar nicht hoch genug einzuschätzen. Während der eine sich jahrzehntelang für die Förderung der Blasmusik eingesetzt hat, hat der andere seit über drei Jahrzehnten die Gesangskultur bei Kindern und Jugendlichen maßgeblich gefördert. Peter Riedel ist zwar zwischenzeitlich als Lehrer pensioniert. Aber nach wie vor leitet er die Kinder-, Jugend- und Erwachsenenchöre sowie eine Instrumentalgruppe der Perilis. Der Jugendchor besteht zurzeit aus 30 Jugendlichen aus Lilienthal, Worpswede und Bremen im Alter von 14 bis 24 Jahren. Im Saal der Philippusgemeinde, Am Konventshof präsentierten sich bei ihrem Jahreskonzert 20 Mädchen und junge Frauen sowie fünf junge Männer. Am Keyboard und am E-Piano saß Bernhard Scholz, der nicht nur den Chor souverän begleitete, sondern auch mit Instrumental-Interpretationen brillierte. Das frühere Chormitglied Raimund Häveker war mit seiner Ehefrau extra aus dem Westerwald angereist, um als Moderator und Instrumentalsolist bei dem Konzert zu glänzen. Singend zogen die jungen Leute durch die Zuhörerreihen im voll besetzen Saal ein. Die Vorsitzende der Perilis Christine Söhner begrüßte das zahlreich erschienene Publikum. Gemeinsam mit Peter Riedel hatte der Chor Songs und Chorsätze aus vier Bereichen einstudiert. So präsentierte er zunächst vier musikalische Beispiele aus dem Bereich Pop. Der Chor war von Anfang an mit Engagement und Begeisterung dabei. Und immer wieder traten einzelne Chormitglieder vor die Mikrophone und ergänzten den Chorgesang überzeugend mit ihren Soloeinlagen. So hörte man "Fields of Gold" nach einer Popballade von dem englischen Sängerstar Sting und "Dancing Queen" von dem unvergessenen schwedischen Quartett Abba. Ein Höhepunkt der ganzen Veranstaltung war die Instrumentaleinlage von Bernhard Scholz und Raimund Häveker. Jedem Jazzfreund ist sicherlich Louis Armstrongs Interpretation des "Haifisch-Songs" aus der "Dreigroschenoper" von Kurt Weil und Bertolt Brecht bekannt. Dieses Stück interpretierten nun die beiden Vollblutmusiker am Klavier und in Begleitung von einer Melodika, einer Trompete und einer Mundharmonika. Im zweiten Schwerpunkt des Nachmittags präsentierte der Jugendchor vier Gospel-Songs. Diese afro-amerikanischen religiösen Lieder haben ja dereinst die amerikanische Jazzmusik nachhaltig beeinflusst und erfreuen auch deutsche und europäische Jugendliche in zunehmendem Maße. Die Vorsänger-Rollen übernahmen Estella Warnken, Anna-Lena Schlicht und Francesca Arnold bei dem Lied "Jesus is The Answer" und Vanessa Brüning, Christian Willenbrock und Anna-Lena Schlicht bei "Will the circle bei unbroken". Galina Veselski und Jelena Piehl ergänzten schließlich "Shine your light".Auch das gesamte Publikum wurde bei einem jazzigen Quodlibet gemeinsam mit dem Chor von Peter Riedel einbezogen. Große Begeisterung. Der Jazz war auch der Schwerpunkt im dritten Teil des Konzertes. Bill Withers Lovesong "Just the two of us", das vierstimmige A-cappella-Lied "Ain’t she sweet" und "For the longest time" ebenfalls a capella durch die fünfköpfige Boygroup des Chors überzeugten ebenso wie die Soloeinlage von Galina Veselski bei "You light up my life". Spaß hatten alle im Saal mit einer lustigen Interpretation des Kinderlieds vom "Butzemann". Abschließend stand Film- und Musicalmusik auf dem Programm. Zunächst "My Guy" aus dem Film "Sister Act", dann das allzu bekannte Lied aus den 60er Jahren "Itsy bitsy Teenie Weenie" und schließlich ein Medley aus "Aida" und "Hair". "Let the Sunshine in My Heart" war wohl auch ein Wunsch des Jugendchors an die hoffentlich bald einsetzenden Frühlingstage. Viel Beifall vom Publikum und als Zugabe "Bye, bye love" nach Simon&Garfunkel bei diesem erfolgreichen Konzert.
Wümme-Zeitung vom 23.02.2008
Kinderhilfswerk Plan unterstützt Malaria-Projekt in Sierra
Leone
Von unserem Mitarbeiter Lars
Fischer
LILIENTHAL. Im Jahr 1937 tobt in Spanien der Bürgerkrieg. Der britische Berichterstatter John Langdon-Davies trifft auf ein Kind mit einem Zettel, auf dem steht: "Dies ist José. Ich bin sein Vater. Wenn Santander fällt, wird man mich erschießen. Wer immer meinen Sohn findet, den bitte ich, um meinetwillen für ihn zu sorgen." Über 70 Jahre später kommen in der Bremer Kirche Unser Lieben Frauen über 800 Besucher zusammen, um ein Konzert mit Gospels, Musical-Melodien und Gitarrenklängen zu erleben. Was das eine mit dem anderen zu tun hat? Langdon-Davies entsprach der Bitte des verzweifelten Vaters. Das war der Beginn der Kinderhilfsorganisation Plan, die inzwischen weltweit tätig ist und auch eine Aktionsgruppe Lilienthal-Bremen unterhält. Diese wiederum organisierte das Benefizkonzert, um so Spenden für ihr Malaria-Projekt in Sierra Leone zu sammeln. Die Krankheit ist nach wie vor eine der häufigsten Todesursachen, die jährlich rund eine Million Kleinkinder das Leben kostet. Weitere Informationen zu Plan stehen im Internet unter www.bremen.plan-aktionsgruppen.de oder bei Susanne Kuznik unter 04298/1323. Auf stolze 14 225 Euro summiert sich der Erlös der Veranstaltung, die darüber hinaus ein begeistertes Publikum hinterließ. Den Beginn des rund zweieinhalbstündigen Programms bestritt der Erwachsenenchor der Perilis, der Gospel, Swing und klassischen Chorgesang darbot. Auch Peter Korbel konnte anschließend mit Gitarrenmusik aus verschiedenen Stilrichtungen und Epochen überzeugen. Auf seiner historischen Wappengitarre aus dem 19. Jahrhundert spielte er klassische Stücke, aber auch Kinderlieder oder eine Version des Beatles-Hits "Yesterday". Der Höhepunkt war aber der Auftritt von Musical-Star Ethan Freeman, der von Marina Komissartick am Klavier begleitet wurde. Er sang Melodien aus Opern und Musicals, aber auch eigene Kompositionen. Besonders intensiv gelangen ihm dabei "Bring ihn heim" aus "Les Miserables" und die "Musik der Nacht" aus "Phantom der Oper". Zum Abschluss des gelungenen Konzerts kamen noch einmal sämtliche Künstler, die allesamt komplett auf Gagen verzichteten, zusammen und interpretierten "Neigen sich die Stunden" mehrsprachig.
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Wümme-Zeitung vom 17.12.2007
Perilis Country überreichten ihr zweites Studiowerk an
Bürgermeister Willy Hollatz
Von unserer
Mitarbeiterin Christina Klinghagen
LILIENTHAL. Der Spaß am Musizieren und die Freude am Umarrangieren von Liedern aus den Bereichen Country, Blues, Irish Folk und Gospel stehen für die Perilis Country an erster Stelle. Mit seiner aktuellen CD "Old Joe Clark", hat dieser ungewöhnliche Chor, der wöchentlich unter der Leitung von Peter Riedel probt, eine gelungene Erweiterung zu seinem Erstlingswerk von 2006 geschaffen. Der neue "Silberling" umfasst insgesamt elf Songs, wobei fünf Stücke von "Good News" stammen, die der Neuerscheinung als Bonus-Tracks hinzugefügt wurden. Ende Oktober waren Peter Riedel, Gerhard Dargel, Dieter Lohmann, Walter Hale, Bernd Radloff, Arnd Rohlfs und Dieter Siekmann nach Ritterhude gereist, um im Dreamlake Studio ihre Songs einzuspielen. Im Anschluss wurden insgesamt 300 CDs gepresst, die seit dem 7. Dezember, zum Stückpreis von sechs Euro, bei den Perilis Country erhältlich sind. Eines ihrer druckfrischen Exemplare überreichten Peter Riedel und Dieter Siekmann jetzt an Bürgermeister Willy Hollatz, der sich über dieses musikalische Präsent erfreut zeigte. Dazu erhielt Hollatz noch ein Nachschlagewerk, das die Entwicklung der Perilis-Chöre und des Lilienthaler Vereins dokumentiert, der 1978 von dem Musikpädagogen Peter Riedel ins Leben gerufen wurde. "Fast jeder aus unserer Gruppe hat für die neue CD ein Solo gespielt", freute sich Riedel, der mit Fiedel und Gitarre die Chorgruppe verstärkt. Auf beeindruckende Weise spiegeln die Lieder den individuellen Stil dieser Truppe wider, die sich ihrem Publikum stets in Westernkleidung präsentiert. "Es war uns wichtig, dass wir auch deutsche Titel aufnehmen", betonte Peter Riedel. So findet man auf der neuen CD den Gospel-Song "Halleluja I’m Ready" und "Lay Down Sally", ein Stück, das erst eine Woche vor den Aufnahmen umarrangiert wurde, aber auch "Das alte Haus von Rocky Docky" und den unvergessenen Truck Stop-Hit "Ich möcht’ so gern Dave Dudley hör’n" worden. "Wir sind nicht perfekt, bringen aber unsere Musik mit Begeisterung rüber", äußerte Riedel und hob dabei den mehrstimmigen Gesang der Perilis Country hervor, der zu den Stärken der Lilienthaler Chorgruppe gehört. Auch auf dem instrumentalen Sektor haben die Perilis Country eine Menge zu bieten. "Walter Hale kommt aus der Bluegrass-Szene und hat gute Arbeit geleistet. Ich kenne keinen besseren Banjospieler", schwärmte Riedel, der sich demnächst auch in der Kunst des Paddleguitar Spielens üben möchte, um damit spezielle Effekte zu erzeugen. Spätestens am 14. Mai 2008 wird es beim Wiesenfest der Diakonischen Behindertenhilfe ein Wiedersehen mit den Perilis Country geben, die sich auch für private Feiern buchen lassen. Weitere Auskünfte dazu erteilt Dieter Siekmann unter Telefon 0 42 98 / 66 03. Informationen gibt es unter www.perilis.de auch im Internet.
Wümme-Zeitung vom 13.12.2007
Ausverkauftes Perilis-Konzert im Saal der Philippusgemeinde
Von unserer Mitarbeiterin Christina
Klinghagen
LILIENTHAL. Wer zu spät an der Abendkasse im Gemeindehaus der Philippusgemeinde erschien, der hatte leider das Nachsehen. Quasi im Handumdrehen waren schon im Vorverkauf über 200 Karten für das Perilis-Weihnachtskonzert an die Frau und an den Mann gebracht worden. Nur mit viel Glück hatten noch zahlreiche Besucher einen Platz im überfüllten Gemeindesaal gefunden. Unter dem Motto "Wieder naht der heil’ge Stern" erwartete die Gäste ein zweistündiges Programm, bei dem rund 90 Mitglieder aus den vier Perilis-Chören das Publikum auf eine wundersame Reise durch die bunte Welt der Weihnachtsmelodien mitnahmen. Schon beim Einzug der kleinen und großen Chorsängerinnen- und Sänger stellte sich bei den Besuchern ein Gefühl von weihnachtlicher Vorfreude ein. Nach dem gemeinsamen Anstimmen des Liedes "Deine segnende Hand" begrüßten Christine Söhner, erste Vorsitzende der Perilis, und Ulrich Wahl, der die Moderation des Programms übernommen hatte, die Gäste. Wenig später gab der Perilis-Gründer und Chorleiter Peter Riedel dem Erwachsenenchor und Pianist Bernd Scholz das Zeichen zum Einsatz. Neben dem bekannten "Wieder naht der heil’ge Stern" brachte die Gruppe auch das plattdeutsche Weihnachtslied "Dat Fest för alle Lüüd" und Gospels wie "Make Me A Channel Of Your Peace" zu Gehör. Mit ebensolcher Begeisterung wie beim Erwachsenenchor wurde auch der Sängernachwuchs begrüßt. In flotter Art und Weise präsentierten die Mädchen und Jungen "Hal-la-la-le-lu-ja" und fügten ein sanftes und feierliches "Sonderbar" hinten an. Im Wechselgesang waren die Kinderstimmen bei dem Lied "Als ich bei meinen Schafen wacht" zu hören, das von der Sängergruppe mit passenden Bewegungen untermalt wurde. Mal im Chor, dann wieder als Solisten, sangen die Kinder alte und neue Weihnachtslieder. Dazu stellten die jungen Perilis ihren Weihnachts-Rap "Komm lasset uns anbeten" vor. Gospelsongs wie "Jesus Is The Answer" und "Shine Your Light" wurden vom Jugendchor interpretiert. Großen Beifall erhielt der Chor auch für seine Darbietung der Bachkomposition "Ich steh an deiner Krippe hier", die in einer jazzigen Version gesungen wurde. Wie gewohnt forderte Riedel auch wieder das Publikum zum Mitmachen auf. In Gruppen eingeteilt, stimmten die Besucher in das Lied "Weihnacht ist da" mit ein. Mit ihrem Auftritt im Western-Stil gaben die Perilis-Country dem Weihnachtskonzert eine ganz besondere Note. Die Männergruppe musizierte an Waschbrett, Gitarre, Mundharmonika und Mandoline und ließ in ihrem ureigenen Stil Songs wie "The Virgin Mary Had A Baby Boy" und "Me And Jesus" erklingen. Ebenso nahmen die Perilis-Country die Zuhörer mit in "Das Pfefferkuchenland" und sangen "Hallo lieber Weihnachtsmann". Ein zweites Mal zog dann der Erwachsenenchor die Besucher mit einem "Weihnachts-Medley" und "Wana Baraka", ein afrikanischer Song, der sechsstimmig interpretiert wurde, in seinen Bann. Den krönenden Abschluss bildete der Auftritt aller Chormitglieder, die sich vom Publikum mit "Komm, du Friede" und "Stille Nacht" verabschiedeten.
Wümme-Zeitung vom 03.10.2007
Westernstimmung in Hein Heuers Laufbuchse
Erster Frühschoppen mit der Perilis-Country-Gruppe fand großen Anklang
Von unserer Mitarbeiterin Christina Klinghagen
BORGFELD. Ganz egal, wo die Mitglieder der Perilis-Country-Gruppe Station machen - ihre Musik ist stets ein Garant für stimmungsvolle Momente. Davon konnten sich jetzt rund 80 Besucher auf dem Landgasthof Hein Heuers Laufbuchse überzeugen lassen. Mit Waschbrett, Geige, Banjo und Steelguitar präsentierten Peter Riedel, Gerhard Dargel, Dieter Lohmann, Walter Hale, Bernd Radloff, Arnd Rohlfs und Dieter Siekmann in drei Blöcken mehr als 30 Lieder aus ihrem vielfältigen Repertoire. Spätestens nach dem umfeierten, knapp dreistündigen Konzert bei Hein Heuer dürfte nun wohl bekannt sein, dass der wilde Westen am Borgfelder Deich 22 anfängt. Jedenfalls ließ der Refrain des populären Songs, den die Countrymusiker kurzerhand umgedichtet hatten, darauf schließen. Bereits mit den ersten Tönen von "Cripple Creek", ein Instrumentalstück, das die Perilis gerne zu Beginn ihrer Konzerte spielen, sprang der Funke der Begeisterung auf das Publikum über. Fröhlich wurde im Takt von "Muddy River" und "The River Is White" mitgewippt. Ebenso beherzt aufgenommen wurden von den Gästen aber auch die Lieder mit deutschen Texten. Neben "Ich möcht’ so gern Dave Dudley hören" stellten die Freunde der Western- und Country-Musik ihren neuen "Perilis-Song" vor. Zur Melodie von "Es hängt ein Pferdehalfter an der Wand" hat Gerhard Dargel einen eigenen Text geschrieben, der von den Zuhörern eifrig beklatscht wurde. Ebenso erfolgreich brachten die Musiker den CD-Titel "Good News" zu Gehör. Ein weiteres Highlight des Tages war der Auftritt von Gastsängerin Claudia Hartstock, die im Duett mit Dieter Siekmann das Lied "Im Wagen vor mir" zum Besten gab. Auf Grund der durchweg positiven Resonanz wird dieses Konzert nicht der letzte Auftritt bei Hein Heuer gewesen sein. "Die Gäste haben schon gefragt, wann die Perilis hier wieder spielen", freute sich Gastronom Heuer, der die Perilis-Country-Gruppe schon für mehrere Termine im nächsten Jahr gebucht hat. "Ich habe den Musikern zudem ein Konzert auf meinem Motorboot vorgeschlagen. Von dort aus könnte man vielleicht ja sogar die Schlachte beschallen", verriet Heuer.
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Wümme-Zeitung vom 28.09.2007Perilis-Auftritt
der anderen Art
Chor stellt sich mit neuer Homepage im
Internet vor
Von unserer Mitarbeiterin Svenja Länder
LILIENTHAL. "Wir machen Musik!" So lautet der erste Satz auf der neuen Internetseite der Perilis. Treffender könnte man das, was die Chorgemeinschaft aus Lilienthal unter der Leitung von Peter Riedel seit 28 Jahren macht, nicht zusammenfassen. Bei einem Besuch auf www.perilis.de, einer klar gegliederten, farbenfrohen und reichlich bebilderten Homepage, stellt man jedoch schnell fest, wie vielseitig und abwechslungsreich die Arbeit der Perilis ist.In ihrer neuen Internetpräsenz werden im "Portrait" neben der eigenen Geschichte des Vereins viele weitere wissenswerte Fakten genannt. Unter anderem, dass sich das Repertoire des Chors querbeet von Musicalmelodien, Popsongs und afrikanischen Liedern bis zur Countrymusik erstreckt oder dass in der Vereinssatzung steht, dass "der Verein sich die Aufgabe gestellt hat, das kulturelle Leben in Lilienthal zu fördern".Erste Schallplatte kommt 1979 herausAn dieser Stelle werden auch die Höhepunkte nochmal in Erinnerung gerufen: von der ersten Schallplatte aus dem Jahr 1979 über das ZDF-Sonntagskonzert in Worpswede 1989, Chorfahrten und Benefizkonzerte, bis zur Teilnahme des Kinderchores beim "Abba-Fever" in diesem Jahr.Per Mausklick in Songs reinhörenWeiter stöbern kann man dann in den veröffentlichten Presseartikeln oder im "Chor-Shop", der die Möglichkeit bietet, CDs zu bestellen. Neuigkeiten und Terminauskünfte sind selbstverständlich auch auf www.perilis.de zu finden. Umfassend wird der Interessierte über die aktuelle Arbeit, Musicalaufführungen oder anstehende Konzerte der vier Chorgruppen informiert. Der Erwachsenenchor, der Jugendchor, der Kinderchor und "perilis Country" präsentieren ihre Arbeit schließlich noch einzeln auf der Homepage. Neben einem Rückblick der jeweiligen Gruppe mit deren Highlights und CD-Veröffentlichungen, kann der Besucher beim Durchklicken der Fotogalerien Konzerte nochmal erleben oder die Möglichkeit nutzen, in einige Songs reinzuhören.Für denjenigen, der nach dem Besuch von www.perilis.de Lust bekommen hat, selbst aktiv mitzusingen oder eine der Chorgruppen zu buchen, sind ebenfalls hilfreiche Informationen zu finden. Abschließend kann man noch im Gästebuch Lob und Kritik loswerden.
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Wümme-Zeitung
vom 26.09.2007
Perilis
Country zu Gast bei Hein Heuer
Von Mitarbeiterin Christina Klinghagen
BORGFELD. Für einen stimmungsvollen Frühschoppen will die Perilis Country-Gruppe am 30. September, ab 11 Uhr, im Landgasthof Hein Heuers Laufbuchse, Borgfelder Deich 22, sorgen. Mit diesem Konzert möchten sich die sieben gestandenen Musiker bei Gastronom Heuer bedanken, der die Männer beim Festumzug zur 775-Jahr-Feier durch einen Traktortransport unterstützt hat. In zwei Abschnitten werden Peter Riedel, Gerhard Dargel, Dieter Lohmann, Walter Hale, Bernd Radloff, Arnd Rohlfs und Dieter Siekmann mit Gitarre, Bass, Banjo, Trommel, Waschbrett und Mundharmonika über 30 Lieder aus ihrem vielfältigen Repertoire präsentieren. Speziell für den Song "Im Wagen vor mir fährt ein junges Mädchen" haben die Perilis Country eine Gastsängerin eingeladen.Brandaktuell an den Start gegangen ist jetzt die neue Homepage der Perilis. Unter www.perilis.de können ab sofort Informationen zu den vier Chorgruppen sowie Termine und Fotos von Auftritten abgefragt werden.
Wümme-Zeitung
vom 27.04.2007
Von unserer Mitarbeiterin Christina Klinghagen
LILIENTHAL·BORGFELD. Für gewöhnlich treffen sich die sieben gestandenen „Freizeit- Cowboys“ zum Musizieren in der Christoph-Tornée-Schule. Doch an diesem Abend hatte die Country-Gruppe der Perilis einen guten Grund, ihre Probe in die Räumlichkeiten von Hein Heuer’s Laufbuchse nach Borgfeld zu verlegen.
„Klaus Heuer hat uns angeboten, dass er der Country-Gruppe einen Trecker mit Anhänger für den Umzug zur 775-Jahr-Feier von Lilienthal zur Verfügung stellen will“, berichtete Perilis-Mitglied Dieter Siekmann voller Stolz. Aus Dankbarkeit für die großzügige Spenden-bereitschaft des Gastronomen gab die Country-Gruppe hier nun eine Kostprobe aus ihrem Repertoire und sorgte damit für ein unvergessliches Westernerlebnis im maritimen Ambiente.
Wie Klaus Heuer berichtete, hatte sich der Kontakt zu den Country-Musikern über Dieter Siekmann ergeben. Während der öffentlichen Probe in Hein Heuer’s Laufbuchse gab es dann aber genügend Gelegenheiten, bei denen sich der ehemalige Schiffsingenieur Heuer und die Westernleute näher kennen lernen durften. „Es sind gleichaltrige Herrschaften“, stellte der Gastwirt erfreut fest und fügte hinzu, dass er schon immer einmal einen Sonntags-Frühschoppen veranstalten wollte, was er nun in naher Zukunft auch mit der Country-Gruppe umsetzen will. Bevor die Musiker ihre Westernklänge ertönen ließen, stärkten sie sich erst einmal mit Leberkäse, einem Bauernfrühstück und Bratkartoffeln.
Währenddessen
wurde noch die Skizze für den geplanten Festwagen herumgereicht
und mit Heuer, der den Trecker beim Umzug steuern wird, die Details
besprochen. „Klaus Heuer war sehr spontan. Als wir sagten, dass wir
220 Volt brauchen, meinte er, dass dieses kein Problem sei“,
berichtete Siekmann. Wenig später präsentierte sich die
Country-Gruppe mit Geige, Mundharmonika, Gitarre, Banjo, Waschbrett
und Gesang dem begeisterten Publikum und bot ein halbstündiges
Musikprogramm, darunter Titel von ihrer ersten CD wie „Good News“,
„Muddy River“, „Cripple Creek“ und „Das alte Haus von Rocky
Docky“
Die
Anfänge der Perilis Country-Gruppe reichen zurück bis in
die 90er Jahre. Entstanden aus dem Erwachsenenchor der Perilis,
konnte die Country-Gruppe bis heute diverse erfolgreiche Auftritte
für sich verbuchen. „Am Anfang hatten wir eine wechselnde
Besetzung. Seit drei Jahren sind wir jetzt aber komplett“, erklärte
Peter Riedel, Chorleiter und Gründer der Perilis. „Ich habe
mit dem Gitarrespielen angefangen und war dann im Chor“, erinnerte
sich Dieter Lohmann, der bei den „Countrys“ ein Mann der ersten
Stunde ist und den Perilis seit insgesamt 26 Jahren die Treue hält.
„Wir sind im besten Country-Alter“, scherzte Riedel und verriet,
dass dieMitglieder zwischen 52 und 67 Jahre alt sind.
Live erleben kann man die Country-Gruppe wieder am 17. Juni beim großen Festumzug durch Lilienthal. Im Oktober werden die Musiker dann abermals ins Studio gehen und ihre zweite Scheibe aufnehmen. Im Dreamlake-Studio in Osterholz- Scharmbeck sollen sechs Lieder neu produziert und mit fünf älteren Songs auf CD gepresst werden, die ab November für sechs Euro bei Peter Riedel und Dieter Siekmann erhältlich sein wird.
*Der Perilis-Kinderchor war zu Gast beim ausverkauften Musical „Abba-Fever“ in der Stadthalle
Von unserer
Mitarbeiterin Christina Klinghagen
LILIENTHAL·LANDKREIS. Schon früh am Morgen hatte den einen oder anderen das Lampenfieber gepackt. Kein Wunder, denn schließlich hat man ja nicht alle Tage die Gelegenheit, mit professionellen Musical-Stars auf der Bühne zu stehen. 27 Jungen und Mädchen vom Perilis-Kinderchor aus Lilienthal durften am Sonnabend bei der fulminanten Tour-Produktion „Abba-Fever“ in der ausverkauften Stadthalle in Osterholz-Scharmbeck ihr Talent unter Beweis stellen und Seite an Seite mit den Darstellern das Lied „I Have A Dream“ präsentieren.
Dabei sammelten die jungen Sängerinnen und Sänger nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Backstage-Bereich jede Menge Erfahrungen in Sachen Showbusiness. In kleinen Fahrgemeinschaften waren die sieben- bis zwölfjährigen Perilis mit ihren Eltern angereist. Gegen 17 Uhr lautete ihre erste Aufgabe „antreten zur Stellprobe“. Es dauerte einen kleinen Moment, bis die quirligen Persönlichkeiten ihren Platz auf der Bühne eingenommen hatten und im Beisein der Eltern den Abba-Song aus vollem Herzen erklingen ließen. Nach einem dicken Lob von Chorleiter Peter Riedel und seinem Kollegen Dieter Siekmann folgte ein Rundgang durch die Stadthalle, bei dem Waltraud Meinecke, Geschäftsführerin von Meinecke Event, die Kinder mit den Räumlichkeiten vertraut machte. Schließlich in ihrem Aufenthaltsraum angekommen, blieb den Perilis noch genügend Zeit, um sich über den bevorstehenden Auftritt auszutauschen, mit dem Gameboy zu spielen und zu lernen, das man hier weder toben noch schreien darf, weil sich auch die Musicaldarsteller nebenan in Ruhe auf die Show vorbereiten wollten.
„Ich habe heute Mittag noch zwei Stunden geschlafen, weil ich so aufgeregt war. Die ganze Zeit hatte ich Angst, dass ich beim Auftritt den Text vergesse“, verriet die neunjährige Nele Geffken, die nun mit Freundinnen aus dem Chor nach einer Ablenkung suchte. Anhand der geröteten Wangen sah man so manchem hier die Aufregung an. Ein Junge erzählte, dass er schon mehrere Packungen Kaugummis verbraucht hätte, um seine Nervosität zu unterdrücken. „Lampenfieber hatte ich noch nie. Ich habe schon bei mindestens zehn Auftritten mit gemacht“, erzählte hingegen Steffen Brinkmann, der ebenso wie sein Zwillingsbruder Björn recht entspannt wirkte. „Ich habe keine Bedenken, die Kinder schaffen das schon“, äußerte Riedel voller Zuversicht. Zwischen der Einverleibung von nervenstärkender Nahrung wie Kuchen, Pommes Frites und Fruchtsaft wurde für Katrin Limberg, die an diesem Tag ihren zehnten Geburtstag feierte, noch ein „Happy Birthday“ geträllert, bevor sich die Kinder in ihre bunten und schillernden Kostüme schlüpften.
Ganz im Stil der 70er Jahre präsentierten sich die Mädchen und Jungen in Schlaghosen und glitzernden Oberteilen und rundeten ihren „Abba-Look“ mit gehäkelten Mützen, üppigen Ketten und Blumen ab. „Die Lackschuhe stammen von der Hochzeit meiner Eltern“, erklärte Eileen Dierksen, die ebenso wie ihre Mitstreiter mit Puderquaste und Lippenstift ein perfektes Make up auf ihr Gesicht zauberte, bevor sie sich in den Zuschauerraum setzte, um sich den ersten Teil des Musicals anzusehen. Direkt nach der Pause war dann auch für die Perilis der große Augenblick gekommen. Als sich das Scheinwerferlicht auf den Kinderchor richtete, war von Lampenfieber keine Spur mehr zu sehen. Zur Begeisterung der Zuschauer meisterten die Perilis ihren Auftritt mit Bravour und wurden mit einem kräftigen Applaus belohnt.
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Das
4. Benefizkonzert am 12. Februar 2006
der Plan Aktionsgruppe Bremen-Lilienthal war schon Tage vorher
ausverkauft.
Die Kirche Unser Lieben Frauen in Bremen war bis
unters Dach mit über 850 Konzertbesuchern gefüllt. Nach der
Begrüßung von Plan AG Mitglied Susanne Kuznik und
Schirmherr Dr. Henning Scherf stimmte der Erwachsenenchor
der Perilis aus Lilienthal einfühlsam den Gospel
„Hear me prayin Lord“ und von Cat Stevens „Morning
has broken“ an. Der Hit „ Leben“ aus dem Musical Träume,
wurde gefühlvoll durch Solis und Refrain dem Publikum
präsentiert. Mit neuem Plan-Text , passend zur Veranstaltung von
Kerstin Toelle geschrieben, stimmte er so manchen Zuhörern
nachdenklich. Ein afrikanischer Gospel „ Wana baraka, begleitet von
3 Pauken, schön und stimmgewaltig vorgetragen, ließ die
Kirche erzittern.
La
Cumparsita, ein spritziger Tango musikalisch dargeboten vom
Bremer Kaffeehaus Orchester begeisterte das Publikum und so
mancher Fuß wippte mit. Der anschließende multimediale
Dia Vortag von Dieter Kuznik vermittelte den Zuschauern einen
sehr guten Einblick in die Arbeit des Kinderhilfswerks Plan
International.
“Peace to the World“ hieß es
dann in einem gemeinsamen Kanon Singen mit den Publikum unter der
Leitung von Peter Riedel.
Anja Kwijas, von Radio Bremen,
die die Veranstaltung hervorragend moderierte, versprach nicht
zuviel als sie A-Chording als Geheimtipp ankündigte. Die
fünf ehemaligen Sänger aus dem Bremer Knabenchor Unser
Lieben Frauen nahmen das Publikum schon nach ihrem ersten Lied „
Schöne Isabella von Castilien“ ein Comedian Harmonist Schlager
für sich ein. Barbershop- Songs wie „The longest Time“ oder“
King of the Road“ wurden von den 17 – 21 jährigen
so gut vorgetragen, dass das Publikum noch eine Zugabe
erklatschte.
Mit
viel Beifall wurde Anna Maria Kaufmann empfangen. Als Plan
Patin stellte sie trotz ihres vollen Terminkalenders 2 Tage zur
Verfügung und trat, wie auch allen anderen Künstler ohne
Gage auf.
Professionell begleitet vom Bremer
Kaffeehaus-Orchester bezauberte Anna Maria Kaufmann mit
„Exultate Jubilate“ von Mozart , mit „Amazing Grace“,
mit Gospel und Musicalsongs wie u.a. aus Yentel, Phantom
der Oper oder aus Evita zusammen mit dem Bremer EVITA
Kinderchor. Wunderschön mehrstimmig gesungen, zusammen mit acht
Sängerinnen der Perilis, erklang der „Abendsegen“ aus der
Oper Hänsel u. Gretel.
Als Zugabe nach frenetischem
Beifall erfreute die Sopranistin den Gospel „!Mary had a Baby“.
Ein berührendes Chorstück, das internationale Abschiedslied
„ Neigen sich die Stunden“ gemeinsam von allen Künstlern
gesungen beendete dieses wunderschöne, eindrucksvolle
Benefizkonzert.
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letzte Änderung: 17.12.2011